Digitalisierung  |  25. April 2018

Groupe E gelingt mit der PDF-Rechnung ein weiterer Schritt in die Digitalisierung

Jährlich versendet cc energie rund 2.5 Millionen Rechnungen und Mahnungen, grösstenteils in Papierform.

Zwei von drei Schweizern bezahlen ihre Rechnungen regelmässig via Internet. Ein grosser Teil der Rechnungsempfänger überträgt also manuell die für die Zahlung nötigen Rechnungsdaten von der Papierrechnung in ihr E-Banking.

cc energie unterbreitete anfangs 2017 Groupe E den Vorschlag, Rechnungen vermehrt digital als E-Mail zu versenden. Die Rechnung im elektronischen Format vereinfacht für die Kunden die Zahlung, weil die nötigen Daten mittels „Kopieren / Einfügen“ fehlerfrei und zeitsparend aus der E-Mail übernommen werden können. Zudem kann die Rechnung digital aufbewahrt werden. Diese Form der Archivierung spart Zeit und Platz im Büchergestell. Im ersten Quartal wurde also, vorerst im Rahmen eines Pilotversuchs, die Machbarkeit bewiesen und erste Einsichten in die Kundenakzeptanz gewonnen.

Nach Erstellung des Businesscase und einer ersten Bereinigung der in der Kundenbasis erfassten E-Mail-Adressen, begann im Sommer 2017 die etappenweise Umstellung von Kunden auf den Rechnungsversand via E-Mail. Bis Ende März 2018 wurden so schon über 35’000 Rechnungskonten umgestellt.

Ein Teil der Kunden stand der Veränderung kritisch gegenüber. Ihre Kritik wurde respektiert. Die Rückstellung auf die Papierrechnung war, über den Kundendienst oder direkt im Kundenportal my.groupe-e.ch, jederzeit möglich.

Rund 75% der umgestellten Kunden hat den Rechnungsversand via E-Mail akzeptiert. So steigt der Anteil der via E-Mail versandten Rechnungen von 0.4% anfangs 2017 auf 10.8% im Februar 2018. Ausserdem wurden mehr als 6’000 neue Benutzer des online-Portals dazu gewonnen, weil der Rechnungsversand via E-Mail starke Synergien mit dem Kundenportal my.groupe-e.ch bewirkt.

Die Projektkosten werden Mitte 2019 durch Einsparungen kompensiert sein. Die Umstellung auf den elektronischen Rechnungsversand soll weitergehen, aktuell werden dafür noch geeignete Vorgehensweisen abgeklärt.

Mit diesem Erfolgs-Projekt konnte cc energie beweisen, dass im respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Endkunden, langjährige und tief verankerte Gewohnheiten verändert und beidseitig vorteilhafte Innovationen eingeführt werden können. Die damit frei gesetzten Ressourcen können bei uns noch besser genutzt werden, und die Kunden ihrerseits können die eingesparte Zeit für andere, angenehmere Aktivitäten nutzen!

Thomas Schweingruber – Business Analyst

2 commentaires sur “Groupe E gelingt mit der PDF-Rechnung ein weiterer Schritt in die Digitalisierung”

  1. Think Deeper sagt:

    Wenn es Synergien und Optimierung zur Effizienzsteigerung und als Rechtsgültiges Dokument anerkannt ist, dann OK. Wenn es aber zu Gebühren für eine Rechnunsstellung auf Papier führt, dann
    ist es deplatzierte Nötigung des Kunden. Wenn die erzielten Einsparungen an uns Kunde weitergegeben werden ist es deplatziert. Interessant, das LSV Verfahren gibt es schon lange. Trotz Incentives nutzen es die Kunden wenig. Nun Rechnungen per Email welche die Spamflut erhöht und ungelesen gelöscht werden .

    1. ccenergie sagt:

      Lieber Deep Thinker

      Danke für Ihre Gedanken zum Thema.
      Die PDF-Rechnung wird, nach einer Anpassung der Verordnung über elektronische Daten und Informationen (EIDI-V) durch die Eidgenossenschaft per 01.01.2017, auch ohne digitale Signatur als rechtsgültig betrachtet (Beweismittelfreiheit).
      Groupe E erhebt für die Papierrechnung weiterhin keine Gebühren.
      Mit der Umstellung auf den elektronischen Versand wird dem Zeitgeist und den sich verändernden Bedürfnissen zahlreicher Kunden Rechnung getragen. Die elektronische Übermittlung erleichtert die Zahlung im E-Banking und die (elektronische) Archivierung der Rechnung.
      Darum erfreut sich der Rechnungsempfang mittels E-Mail, im Gegensatz zur Zahlung mittels LSV, wachsender Beliebtheit.

      Freundliche Grüsse, Thomas Schweingruber

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