Serviceplattform  |  24. Juni 2020

Erfolgreiche Anbindung des „Meter Data Management Systems“ (MDMS)

Seit einigen Jahren verbaut die BKW bereits Smart Meter, vorwiegend dann, wenn Messstellen schwer zugänglich sind oder wie bei Photovoltaik-Anlagen, die häufig abgelesen werden müssen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Messdaten-Erfassung per Fernauslesung verringert den Aufwand für die manuelle Datenerfassung vor Ort. Zudem sind die Messdaten immer genau dann verfügbar, wenn sie benötigt werden.

Bis vor wenigen Monaten war für die Anbindung der Smart Meter an das SAP IS-U Abrechnungssystem der cc energie eine Eigenentwicklung im Einsatz, die im Anblick der stetig steigenden Zähler- und damit auch Datenmenge dieser Aufgabe nur noch bedingt gewachsen war.

Die daraufhin getroffene Entscheidung hatte fundamentale Auswirkungen auf die Systemarchitektur: ein „Meter Data Management System“ (MDMS) soll als zentrale Daten-Drehscheibe agieren und somit sämtliche Messdaten der Smart Meter sammeln, speichern und bei Bedarf an alle relevanten Umsysteme weitergeben.

 

Ein Meter Data Management System (MDMS) soll als zentrale Daten-Drehscheibe agieren.


Abbildung: MDMS als zentrale Daten-Drehscheibe (Quelle: BKW)

Das SAP IS-U Abrechnungssystem der cc energie ist eines der wichtigsten, wenn nicht gar das wichtigste System, mit dem das neue MDMS der BKW kommuniziert:

  • Einerseits werden die Messdaten schliesslich zur korrekten Abrechnung der Energieverbräuche und damit zur Generierung der Umsatzerlöse benötigt.
  • Andererseits wurde das IS-U als Stammdaten-führendes System für alle Zähler und damit auch für die Smart Meter der BKW festgelegt.

 

Die Anforderungen an die Robustheit und Performance dieser Schnittstelle sind sehr hoch.

Daher haben wir uns entschieden, möglichst nahe am SAP AMI („Advanced Metering Infrastructure“) Standard zu bleiben. Mit diesem liefert SAP eine Suite von Webservices, die alle relevanten Informationen zu den Stammdaten (Zähler-Grunddaten, Einbauprozess, Ausbauprozess etc.) und den Messdaten (Ablese-Anfrage, Zählerstände) zwischen beiden Systemen austauschen.

Die cc energie war über die gesamte Projektlaufzeit für die technische Integration zwischen MDMS und IS-U verantwortlich.

Seit dem Go-Live des MDMS der BKW und der neuen Schnittstelle laufen für den Stammdaten-Austausch zwischen beiden Systemen hunderte von Webservices jeden Tag hin und her – zum Stichtag der Quartals-Ablesung sind es mehrere zehntausend Messdaten-Anfragen, die die neu geschaffene Systemkette bereits verarbeitet.

Von den Synergien profitieren Alle.

Die Funktionalitäten von SAP AMI wirken Mandanten-übergreifend. Sie stehen nun auch der Groupe E und weiteren interessierten Energieversorgern zur Verfügung, die ihre Stammdaten- und Abrechnungsprozesse auf der Systemplattform der cc energie abwickeln. Eine wichtige Weiche für einen weiteren Ausbau des Smart Metering ist somit gestellt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie möchten mehr erfahren? Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Fritz Marti – Head of Business Development & Billing

Testimonial

Die Einführung des Meter Data Management Systems bei BKW hat einen enorm grossen Schritt bezüglich Digitalisierung der Meter-to-Cash Prozesse dargestellt. Entsprechend anspruchsvoll war die Projektumsetzung für alle Beteiligten.

Während der ganzen Projektlaufzeit wurden wir von cc energie, mit Beteiligung externer Partner, in allen Aspekten der Anbindung von MDMS an SAP IS-U, sehr professionell unterstützt. Die Ausgestaltung der hohen Integration der beiden Systeme, via MDUS-Schnittstelle, war ein erfolgskritisches Projektresultat.

Heute sind die Systeme der Messdatenerfassung bei BKW mit SAP IS-U zu einer grossen Systemeinheit zusammengewachsen und stellen so eine zuvor unvorstellbare Datenkonsistenz sicher.

Tom Ruef – Leiter Entwicklung BKW Verteilnetzmanagement

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